Licht in der Dunkelheit 2026

Licht in der Dunkelheit 2026

Licht in der Dunkelheit – die Benefiz– Konzertreihe, die 2001 von Martina Baumann und Uwe Loda Baumann ins Leben gerufen wurde, hat sich offensichtlich ihre Anziehungskraft über all die Jahre bewahren können – so erlebten es zumindest die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer in der fast bis auf den letzten Platz besetzten Melanchthonkirche.
Vier verschiedene MusikGenres gab es zu genießen. Den Anfang machten Jannik Pohlmann und Genya Kai (Gesang und Klavier) mit Arien von Gluck, Mozart und Giordani sowie dem Lied „ you‘ll Never Walk alone“. Jannik verblüffte und beeindruckte mit seiner kraftvollen Countertenor Stimmlage, dabei wurde er einfühlsam von Genya begleitet. Unter jubelndem Applaus machten die beiden dann die Bühne frei für Christiane, die nicht sang, aber eloquent und sympathisch einen interessanten Einblick in die Grundidee des Collegium Academicum vermittelte. Lukas, einer der Bewohner des CA, beeindruckte uns mit drei selbstgeschriebenen Liedern, er begleitete sich selbst auf der Gitarre. Seine schöne Stimme, seine eindrückliche Darbietung und die Natürlichkeit seiner Ansagen verzauberten das Publikum auf Anhieb.
Auf ihn folgte das Trio Kalima, drei Frauen, Kathleen, Lilith und Maggie, die mit ihrem filigranen A-Cappella Gesang das Publikum in ihren Bann zogen. Lieder, die sowohl die Trauer über den Krieg in der Welt besangen als auch die Kraft der Gemeinsamkeit und des Zusammenhalts beschworen, sowie das dynamische „lean on me“ waren Ohren- und Herzensschmaus.
Den Abschluss machte die Formation „Haste Töne“. Die Musikerinnen und Musiker haben sich über die Straßenmusik und die Wohnprojekte gefunden und ihre gemeinsame Liebe zur Weltmusik entdeckt. In schwungvollen Interpretationen von ungarischen und jiddischen Traditionals brachten sie mit Geigen, Querflöte, Cello, Klarinette, Gitarren, Akkordeon und Percussion so manche*n im Publikum zum Tanzen. Die anderen mussten weiter frösteln, aber nur, weil ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt war.
Nach einem Segen durch Ruth Hildebrandt von der Melanchtongemeinde kamen noch einmal alle Musikerinnen und Musiker zusammen, um ein gemeinsames Abschiedslied mit dem Publikum zu singen – Trommle, mein Herz, für das Leben…! Damit ging das wunderbare Konzert zu Ende, aber es wird uns noch lange in bester Erinnerung bleiben.

Text: Anne Kloos

Bilder: Monika Seehase-Gilles & Valentina Schenk